Katzenbuckel Therme Waldbrunn

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Öffnung Katzenbuckel-Therme

Öffnung der Katzenbuckel-Therme noch nicht in Sicht

WALDBRUNN. Viele Menschen freuen sich über die Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Krise. Nach etlichen Wochen, in denen die Bewegungsfreiheit bis auf ein Mindestmaß zurückgefahren wurde, sehnt man sich nach Normalität - dazu gehört für viele auch ein Besuch im Schwimmbad.
Auch in Waldbrunn wird die Öffnung des größten Hallenbades im Kreis, der Katzenbuckel-Therme, herbeigesehnt. Nach der Lektüre der Vorgaben der neuen Sportstätten-Verordnung, welche auch die Öffnung der Bäder regelt, war für den Waldbrunner Bürgermeister Markus Haas aber schnell klar, „so einfach geht das nicht.“

Mit dem Lockdown wurde auch der Betrieb der Katzenbuckel-Therme eingestellt, das Wasser wurde abgelassen, die Holzhackschnitzelheizung abgeschaltet. Damit wurden die Betriebskosten, bei fehlenden Einnahmen, auf das mögliche Minimum heruntergefahren. Das Personal wurde für andere Arbeiten rund ums Bad herangezogen, wie die Pflege der Außenanlagen oder das Streichen der Sitzbänke; teilweise half das Personal auch im Bauhof der Gemeinde aus.

Damit die Therme nun wieder in Betreib gehen kann, bedarf es einer gewissen Vorlaufzeit. Allein die Becken zu füllen und aufzuheizen dauert mindestens eine ganze Woche. Zunächst muss aber sowieso erst einmal ein umsetzbares Hygienekonzept erarbeitet werden, das unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse alle Vorgaben umfasst und mit dem Gesundheitsamt abzustimmen ist. So errechnet sich die maximale Anzahl an Personen, die sich gleichzeitig im Becken aufhalten, im Schwimmerbecken aus der Wasserfläche mit 10 m² pro Person, in Nichtschwimmerbecken gelten 4 m². Zudem gibt es Einschränkungen bei der Benutzung der Duschen. Auch sind die Badegäste verpflichtet ihre Kontaktdaten zu hinterlegen. In der Katzenbuckel-Therme die normalerweise mit einem Kassensystem den Einlass regelt um sich eben Personalkosten zu sparen, gilt es auch diesen Punkt abzuwägen. Ebenso ist die Nutzung der Liegewiese vorgegeben. Hier müssen für jeden Badegast 10 m² zur Verfügung stehen und ein Mindestabstand eingehalten werden. Unterm Strich können also deutlich weniger Badegäste gleichzeitig in der Therme sein als vor Corona, der Aufwand ist aber ungleich höher.

Für das Gemeindeoberhaupt stellt sich daher die Frage der Wirtschaftlichkeit. Das bereits bei regulärem Betrieb defizitäre Bad, verschlechtert unter diesen Umständen seine Bilanz. Die aus dem Ministerium vorgegebene Besucherlenkung kann nicht den Besuchern selbst überlassen werden, es braucht dazu mehr Aufsichtspersonal als bisher.
Bürgermeister Haas will unter diesen Gesichtspunkten eine Öffnung der Katzenbuckel-Therme zunächst in den Gremien der Gemeinde diskutieren und abwägen. Er bittet die Bevölkerung sowie Gäste daher um Geduld und Verständnis über das weitere Vorgehen, zumal das Infektionsgeschehen immer noch nicht abschätzbar und Vorsicht geboten ist. Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger sei das Maß der Dinge und das Handlungsgerüst der nächsten Wochen, bekräftigt Haas.